62 Mool schloofe… bis zem Morgestraich

7. Januar 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

Wenn sie geschlafen haben, Basels Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, dann sind sie gestern durch einen Artikel in der Pendlerzeitung «20 Minuten»
aus ihren fasnachtsmusikalischen Träumereien unsanft geweckt worden. «Jetzt
bittet die Suisa die Guggen zur Kasse», hiess es. Die Suisa ist die Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke.
Gemäss deren Sprecher Roy Oppenheim ist «jede Art von Musik in der Öffentlichkeit urheberrechtspflichtig», und so möchte die Suisa künftig nicht nur bei kommerziellen Fasnachts-Anlässen, sondern auch bei
öffentlichen Umzügen und Konzerten mitkassieren. Im Hinblick auf die beiden Cortège-Nachmittage wären natürlich nicht nur die Guggen, sondern vor allem auch die Cliquen von den Suisa-Plänen betroffen. «Basler Fasnacht Online» befragte deshalb Fasnachtscomité-Obmann Alex
Fischer zur brisanten Geschichte. Basels oberster Fasnächtler liess verlauten, dass er zunächst die «juristischen Grundlagen studieren und der
Sache nachgehen» werde. Die fasnächtliche Mehlsuppe wird wahrscheinlich
nicht so heiss gegessen, wie sie gestern gekocht wurde…