In den letzten Jahren hat sich das von der Eidgenossenschaft finanzierte Zürcher Fernsehen, das oft zu unrecht den Prefix «Schweizer» im Namen trägt, bei der Übertragung der Fasnacht und durch den Querschnitt doch noch einige Freunde und Freundinnen in der Rheinstadt gemacht. Steigende Sachkenntnis und ein beliebter Moderator sorgten dafür, dass die SF-Berichterstattung auch für Baslerinnen und Basler erträglich wurde.
In diesem Jahr jedoch könnte sich das Glotzenteam aus Zürich bei den aktiven Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern viel Goodwill verscherzen. Geplant ist laut Aussage des zuständigen Verantwortlichen Beat Manetsch in der Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff» die Aufzeichnung der Schnitzelbänke im
Restaurant Löwenzorn. Das wäre grundsätzlich nicht schlimm. Doch will die SF-Crew ihren Camion mit dem Segen der Stadtoberen am Gemsberg parkieren. Der beliebte aber enge Abzweiger hinter dem Bermuda-Dreieck wird dadurch für Cliquen wohl versperrt und für Schissdräggziigli schwierig zu passieren.
Frau Fasnacht kneift bei soviel Zürcher Sensibilität die Augen zusammen und meint: «Blindfluug statt Färnsee! Dangge Ziiri!»



