Baseldytsch III. Es ist beileibe nicht so, dass in Basel nur Radio Basilisk gehört würde. Nein, es gibt auch solche, die morgen früh 7 vor 7 oder 8 vor 8 ihre Aufmerksamkeit dem Regionaljournal Basel von Radio DRS schenken. Und es ist auch nicht so, dass nur Moderatorinnen und Sprechern des Basler Lokalradios zum empfehlen ist, den «Rettet s Baseldytsch»-Beiträgen im eigenen Medium gut zuzuhören (bz vom 8. Januar). Auch «Regi»-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter können davon profitieren, wenn sie für die «Nachhilfestunden» in Baseldeutsch beim Konkurrenzsender zuschalteten.
Jedenfalls erzählte gestern die «Regi»-Moderatorin Vanda Dürring über Basels letzte Mühle in Kleinhüningen, die ihren Betrieb einstellen wird, und sagte in Basler Mundardt: «D Mihli muess schliesse». Das ist nicht falsch, aber zuemache wäre schöner. Die Regi-Moderatorin bezeichnete das gemahlene Produkt im Dialekt mehrmals mit Mehl, während wir selbstverständlich nach wie vor Mähl- (oder allenfalls Määl-)Suppe essen. Schliesslich sind für die DRS-Baslerin derzeit Belagsarbeiten vor dem Mässeturm im Gang, wo doch jedes Kind weiss, dass wir in Basel eine Mäss haben.



