Man soll ja nicht immer über seine Nachbarn wettern. Auch nicht, wenn sie aus dem Norden kommen. Denn nicht immer, wenn sie über die Fasnacht berichten, machen sie alles falsch. So auch ein Raimund Wimmer, der in Göppingen bei Stuttgart ein Reisebüro betreibt, das unter anderem auch Reisen zum Morgestraich anbietet.
Schon seit 26 Jahren komme er jedes Jahr zu dieser Zeit nach Basel, schreibt er dort und liefert neben schönen Helgeli auch gleich eine ausführliche Reportage über einen seiner Besuche nach. Und wir wollen ja nicht pinggeliger als neetig sein.
Deshalb sehen wir es ihm nach, dass er auch nach dieser langen Zeit immer noch meint, der Tambourmajor sage um 4 Uhr morgens «D’r Morgestraich – vorwärts marsch!» und dass er statt «Waie» lieber «Waaia» schreibt – doch das können auch einige hier nicht besser.
Irritierend ist für unsereins vielleicht das Programm des Fasnachtsdienstags: «Nach dem Frühstück kann auf Wunsch das Vitra Design Museum in Weil besucht werden oder eines der zahlreichen Basler Museen. Aber auch einem Bummel durch Basler Geschäfte steht nichts im Wege. Wer Lust hat kann sich ganz der Fasnacht widmen. . .» Oder dass die Reisegesellschaft am Mittwochmorgen die Region bereits wieder verlässt.
Wir aber haben – und hier endet der ironische Unterton – bis heute noch keine deutsche Internetseite gefunden, auf der unser Brauchtum so detailgenau aufgezeichnet wurde. Geniessen sie selbst, wenn sie wollen: www.ten-tours.de.



