54 Mool schloofe… bis zem Morgestraich

7. Januar 2004 | Von | Kategorie: Nachrichten

Seit 1889 ist das Zofingerconzärtli nicht mehr aus dem Basler
Kalender wegzudenken, es ist die älteste Vorfasnachtsveranstaltung.
Hauptbestandteil des Conzärtli ist jeweils ein selbstverfasstes
Theater-«Stiggli», in dem besondere Basler und neuerdings auch auswärtige
Persönlichkeiten persifliert und parodiert werden. Aus Tradition werden die
persiflierten Personen, die drei «Lyyche», erst an der legendären
«Mordnacht», rund zwei Wochen vor dem Conzärtli, bekanntgegeben. Ihr
Conzärtli versteht die veranstaltende Zofingia als eine Revue des
vergangenen Jahres und als Gelegenheit, alles und alle aufs Korn zu nehmen.

Gut vier Wochen vor dem Anlass wird den Medien ein Communiqué mit den
wichtigsten Daten und Fakten sowie die Einladung zur Premiere zugestellt.
Im diesjährigen Communiqué des Conzärtli-Quästors 2004 heisst es unter
anderem, dass sich die Veranstaltung seit kurzer Zeit einer
ausserordentlichen Beliebtheit erfreue. In den letzten Jahren seien die drei
Vorstellungen restlos ausverkauft gewesen. Und dann wörtlich weiter: «Das
Conzärtli findet dieses Jahr am Donnerstag, 12. Februar 2003, Freitag, 13.
Februar 2003, Samstag, 14. Februar 2003 jeweils um 20 Uhr im Stadtcasino
Basel, Grosser Festsaal, statt.» Die Presse schliesslich ist «in diesem Jahr
zur Premiere am Donnerstag, 20. Februar 2003, 20 Uhr, eingeladen.»

Ob da einer den zweifellos wieder zu erwartenden Erfolg schon feuchtfröhlich
vorgefeiert hat? Das Conzärtli dürfte jedenfalls der einzige Anlass sein, an
dem die Premiere über die Bühne geht, nachdem der Vorhang der Derniere
längst gefallen ist und das erst noch im letzten Jahr…

Höflich lädt uns letztlich der Quästor ein, «eine kleine Vorschau zu machen»
und den Anlass «in Ihren Veranstaltungskalender aufzunehmen». Ersteres haben
wir hiermit gerne gemacht, notgedrungen halt als Retrospektive, doch das
zweite tun wir nicht, um die Verwirrung nicht noch grösser zu machen.