Das Selbstverständnis der Pfeifer an der Basler Fasnacht war nicht
zu aller Zeit gleich. In vielen historischen Quellen werden diese im
Gegensatz zu den Tambouren nicht oder aber nur am Rande erwähnt. Noch im
19. Jahrhundert war ein Pfeifer kein Mann erster Wahl, wie man auch im
vergriffenen Buch «Trommeln und Pfeifen in Basel» von Georg Duthaler,
erschienen im Christoph Merian Verlag Basel, nachlesen kann: «Als Tambouren
fungierten manchmal Knaben, doch oft wählte man besonders robuste junge
Leute. Die Pfeifer aber waren wahrscheinlich aus anderm Holz geschnitzt. So
sagt die Schaffhauser Militär-Organisation von 1810 in § 11 deutlich: ‹Zu
Pfeiffern werden keine andern jungen Leute angenommen, als solche, welche
von kleiner Statur und zu schwach sind, das Gewehr zu tragen, oder aber ganz
besondere Anlagen zu diesem Fach besizen.›» (Mehr über die Geschichte der
Pfeifer an der Basler Fasnacht auf: pfyffersyte.ch).



