Gefunden im Programmheft des Casinotheaters Winterthur über
einen Abend, der gestern Abend in der Eulachstadt für die Kleinigkeit
von 75 Franken über die Bühne gegangen ist: «Fasnachtsmenu, oder „Basel
grüsst Winterthur“». Über den Basler Export in zürcherische Gefilde
heisst es: «Natürlich liegt es irgendwie auf der Hand, dass ein Basler
wie der Casinotheater-Direktor Paul Burkhalter seine Fasnacht den
Winterthurern etwas näher bringen möchte. Aber einfach exportieren kann
man das ja nicht. Was soll aus Basel geholt werden, damit es den
Winterthurern auch wirklich Spass macht? Und was kann man aus
Winterthur dazunehmen?»
Burkhalter hat eine geniale Lösung gestrigged: Er habe mit den
Kyburggeischter und den Eulachschränzer zwei der besten Winterthurer
Guggen verpflichten können. «Und wenn das Musikalische so hochkarätig
(!, Red) besetzt» sei, könnten es aus Basel eigentlich nur
Schnitzelbängg sein, erfährt die Programmheft-Leserin. Burkhalter habe
da in Basel offene Türen eingerannt – «und kann mit drei Spitzenbängg
aufwarten». Und wer ob dieser fasnächtlichen Kost nicht satt werden
will, dem wird mit Mehlsuppe, Hackbraten und Kartoffelstock
nachgeholfen. Und das alles «mit liebevoller Unterstützung vom
“Schnaabelbryys“».
Ob unter den «drei Spitzenbängg» die für das Gastspiel in der Fremde
verpflichtet wurden, solche sind, die 2004 von Viktor Giacobbo,
Initiant und VR-Präsident des Casinotheaters Winterthur, gut benotet
wurden? Der Tausendsassa sass damals nämlich in der Jury des erstmals
ausgetragenen Schnaabelbryys. Pfui, so können nur böse Mäuler lästern.
Und überhaupt: Zur Freude vieler Bänggler könnte es ja durchaus sein,
dass der Schnaabelbryys nach Winterthur auswandert. Das käme letztlich
Revoluzer Marcel Ospel entgegen, der für die Rangverkündigung des von
ihm ins Leben gerufenen Preises von Wollerau aus nur noch 55 km statt
102 km von Basel her zu fahren hätte.



