27 Mool schloofe… bis zem Morgestraich

11. Februar 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

Seit dem 11. 11. 11.11 ist zwar schon viel Wassser den Main hinuntergeflossen, die Session treibt auf den Rosenmontag zu, und da ist es doch nicht mehr als logisch, wenn die Bämbel-Stemmer aus Frankfurt auch die «lieben Karnevalsbrüder aus Basel» zu sich in die heimliche Hessen-Metropole einladen. Die echte ist zwar gleich um die Ecke, aber in Sachen Karneval muss sich Wiesbaden weniger gegen Frankfurt als gegen das übermächtige Mainz jenseits des Rheins wehren. Dort wird zudem noch
Rheinland-pfälzisch gesungen und gelacht, wie auch baslerische Glotzengucker zwar gut wissen, aber niemals zugeben würden.

Weil Basler Fasnachtscliquen auch zur Vorfasnachtszeit niemals freiwillig an einer Karnevalsveranstaltung teilnehmen würden (tä-tä, tä-tä, tä-tä!), haben sich die cleveren Frankfurter einen triftigen Grund einfallen lassen, um den Baseler Karnevalsverein «die Aangefressene» in die Main-Metropole zu locken. Sie weihen am 21. Februar pro forma ihren neuen «Baseler Platz» ein. Da ist es doch für einen Traditionsverein wie die Aagfrässene eine Ehre, die Stadt Basel offiziell zu vertreten. Dass sie auf die Bitte der Gastgeber nach einem «zünftigen Narrentreiben» nicht eingehen wollen, ehrt den Stammverein, der in Frankfurt nur die Gelegenheit wahrnehmen will, zwei Wochen vor dem Vier-Uhr-Schlag die erste wirklich «scharfe» Marschübung durchzuführen.

Offen bleibt allerdings noch die Frage, ob die Aagfrässene bereits am Morgestraich den Frankfurter Karnevalsorden um den Hals tragen, oder ob sie damit zuwarten, bis ihnen das «Hellau» so richtig zackig von den Lippen geht…