Die Welturaufführung „Lilly und die verbotteni Fasnacht“ ging mit der Premiere am Sonntag Nachmittag über die Bühne. Am Sonntag, 23. Februar findet die zweite Vorstellung und gleichzeitig die Dernière ihre Durchführung. Die Fasnachtgeschichte rund um das Mädchen Lilly, welches mathematisch nicht ganz auf der Höhe ist und daher von ihrem Vater, der selber Mathematiklehrer ist, die Fasnacht verboten bekommt, stammt aus der Feder von Renato Salvi und Aernschd Born. Eine Geschichte, die voll und ganz auf Kinder zugeschnitten ist und diese animiert an der Produktion aktiv teilzunehmen.
Die glänzenden Kinderaugen nach der Premierenvorstellung im Foyer zeugen davon das dieses Konzept aufgegangen ist und das nicht nur wegen der Tombola und der Jungen Garde der VKB, welche noch ein Ständchen brachte.
Das Mädchen Lilly (Sibylle Henning) , das zum erstem Mal an der Basler Fasnacht mit ihrer Mutter als „Schyssdräggziigli“ im Vortrab mitwirken will, hat leider in ihrer letzten Mathematikprüfung eine 2 geschrieben. Dies nimmt ihr Vater zum Anlass ihr Mathenachhilfe zu verordnen, aber ausgerechnet an den drei Fasnachtstagen.
Die Nachhilfelehrerin „Frau Guggenmoser“ selber Fasnachtsallergikerin, erkrankt an einem hartnäckigen Schluckauf und kann nur geheilt werden, wenn sie ein „Dääfeli“ aus der Hand eines Waggis bekommt. Nun geht die Jagt durch die Fasnacht für Lilly los. Auf der Suche nach dem „Dääfeli“ trifft sie allerlei Fasnachtsfiguren, vom singenden Strassenwischer über zwei „gluggsende“ Kasperli zum Hilfskoch „Ali“ und dem Comitémitglied „Herr Fasnacht“ hin zur Kakerlake und der Made, die vom aktuellen Fasnachtskiechli auch zu den „Binggis“ gefunden haben. Aber alle diese Weggefährten konnten Lylli auf ihrer Suche nach dem Waggis mit dem Dääfli nicht weiterhelfen. Erst die Kinder im Publikum bracht den Erfolg und Lilly erhielt ihr Dääfeli.
Die verschiedenen Figuren (allesamt verkörpert von Almi und Salvi), welche ihr auf ihrem Weg begegneten konnten zudem einen Beitrag zum Programm leisten. Besonders aktiv wurde das Publikum beim Auftritt des Waggis, der in DJ-Bobo Manier die Kinder zum Schunkeln animierte und gleichzeitig „Schläggzyyg“ und „Mimösli“ verteilte.
Überhaupt hatte die Musik einen grossen Stellenwert im Programm. Mittels Videoeinspielung tanzten die Reinigungsmänner in ihren Putzmaschinen durchs Bild und sangen „schmeggsch d Fasnacht“, die aus einer anderen Fasnachtskiechliproduktion bekannte Guggeneinspielung lediglich mit den Darstellern Almi uns Salvi, verfehlte auch bei diesem Publikum die Wirkung nicht und das Duett „denne isch Fasnacht“ sorgte für Vorfreude auf die kommenden drei Tage bei den „Binggis“ und den „Alten“ und das eine oder andere Tränchen wurde zerdrückt.
Traum oder Realität? Die Suche nach dem vermeintlich helfenden „Dääfeli“ scheint ein Traum gewesen zu sein, ein Traum, welcher sich aber im wachen Zustand doch noch erfüllen sollte.
Mit einem Fasnachts-Happy-End beschliesst die Welturaufführung, „denne es geen alli an d Fasnacht!
„Lilly und die verbotteni Fasnacht“ eine Kindergeschichte, welche auch Erwachsene in ihren Bann zieht und dafür sorgt, dass man während der doch noch einige Stunden dauernden Wartzeit auf die Fasnacht 2014 einen charmanten und amüsanten Nachmittag verbringen darf.
Für die zweite und letzte Vorstellung des „Fasnachtskiechli fir Binggis“ am Sonntag, 23. Februar 2014, 15:00 Uhr , sind noch wenige Tickets vorhanden. Sie können bei Bieder&Tanner, Aeschenvorstadt 2, 4010 Basel, Tel. 061 206 99 96 oder an der Nachmittagskasse im Scala, Freie Strasse 89, 4051 Basel ab 14.00 Uhr erworben werden.



