Er hätte vor neun Jahren, als er aus dem aargauischen Wohlen nach Basel kam, auch gerne eine solche Gebrauchsanweisung gehabt, um sich manche Peinlichkeit zu ersparen, erinnerte sich UBS-Vertreter Hanspeter Weisshaupt bei der Vorstellung des Werkes. Er hätte dann nicht den Erwerb eines «Festabzeichens» begehrt oder sich das «Du» eines Kostümierten vehementestens verbeten.
Und auch Comité-Mitglied Felix Rudolf von Rohr zeigte sich erleichtert, dass das neue Werk nun vielleicht Ergüsse wie denjenigen der Deutschen Bahn verhindere, welche in einem Prospekt ausgeführt hatte, die Basler Fasnacht beginne «mit einem Fackelzug und Schalmeienklängen, bevor mit Donnergrollen der Wilde Mann auf seinem Floss den Rhein herunterkomme».
Für Comité-Obmann Alex Fischer ist das neue Werk schlicht ein grossartiges Geschenk, finanziert von der UBS, deren Chef, Marcel Ospel, auch die Idee dazu gehabt habe. Die Übersetzung der Grossbank-Abkürzung könne von nun an auch «Ungewöhnlich Baslerische Schrift» lauten. Die Gebrauchsanleitung sei für auswärtige Gäste gedacht, denn mittlerweile habe auch beim Comité ein Umdenken stattgefunden, die Sicht von der Fasnacht als rein baslerischer Anlass sei vorbei und «sogar Gäste aus dem Aargau und Zürich sind willkommen.»
Die knapp 80-seitige Broschüre ist in drei Sprachen erhältlich. Wo wurde nicht gesagt, Basel Tourismus und die UBS-Filialen dürften aber gute Tipps darstellen. Tatsächlich bietet die neue Gebrauchsanleitung viele Informationen, sehr viel Nützliches und dazu hervorragende Illustrationen. Und für einmal stimmt der Satz «Was nyt koschtet, isch nyt wärt» keineswegs; die Gebrauchsanleitung kommt frisch und sachkundig daher – und dies gratis eben.



