200 fasnächtliche Füsse gesucht

12. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Nachdem an der Fasnacht 2012 ein Test mit einer kleinen Anzahl Personen gemacht wurde, sollen die speziellen MBT-Schuhe an den kommenden „Drey scheenschte Dääg“ einem Grossversuch unterzogen werden. 100 Fasnächtler sollen die Schuhe testen. Der Versuch wird ärztlich überwacht und wissenschaftlich mit einer Studie begleitet. Kostenlos teilnehmen können  alle Aktiven, die in einer beim Comité gemeldeten Einheit die Fasnacht bestreiten.

Wer Probleme mit längerem Laufen oder Stehen hat, leidet auch an der Fasnacht. Mit einem gross angelegten „Testlauf“ will Franz Amann beweisen, dass die von ihm vertriebenen MBT-Schuhe an den „drey scheenschte Dääg“ helfen können, solche Probleme zu mindern. MBT steht für Massai Barefoot Technology; die Schuhe mit den speziell abgerundeten Sohlen und patentierter Technik sollen es erlauben, auch auf Asphalt wie auf dem Sandstrand zu gehen.

An der Fasnacht 2012 wurden bereits 16 Fasnächtler/innen aus acht Cliquen mit den Spezialschuhen ausgestattet. Auch ein Mitglied des Teams von Basler Fasnacht Online macht beim Test mit. Da das Gehen mit MBT geübt werden muss und zu Beginn noch ungewohnt sein kann, erhöhen die Testpersonen bis zur Fasnacht die Tragdauer der Schuhe stetig. Nach der Fasnacht wurden die grossmehrheitlich positiven Erfahrungen der Teilnehmer in einem Bericht auf fasnacht.ch beleuchtet. Nun soll das Ganze wissenschaftlich mit einer Studie untersucht werden.

„Die MBT-Schuhe sind absolut tauglich für den Einsatz als Aktiver an der Fasnacht“, betont Franz Amann. Man bewege sich leichter fort, ermüde weniger und habe sowohl mit den Füssen selbst, aber auch mit seinem Rücken weniger Probleme. Was der Tester zunächst feststellt, ist, dass tatsächlich bei jedem Schritt eine spezielle Abrollbewegung möglich ist. Auch beim Stillstehen steht man eigentlich niemals wirklich still, sondern ist dauernd leicht in Bewegung. Beides ist gewöhnungsbedürftig. Es empfiehlt sich, die Schuhe ein paar Wochen vor der Fasnacht in immer längeren Intervallen zu tragen und sich mit der speziellen Art vertraut zu machen.

Dieses „sich-dauernd-bewegen“ hat aber auch Vorteile. So stellte der Tester fest, dass man bei tiefen Temperaturen nie kalte Füsse bekommt. Der Hauptvorteil ist aber tatsächlich die längere Ausdauer, die man auf der Route oder auch als Zuschauer am Strassenrand beweisen kann. Nebst müden Füssen am Fasnachts-Mittwoch plagen die Aktiven ja oft schmerzende Rückenpartien nach längerem Stehen (Staus am Cortège u. ä.). Dies passiert mit MBT nicht oder in stark verringertem Umfang. Man läuft „runder“, leichter und vor allem auch mit besserer Haltung (dies dürfte eben dem Rücken gefallen). Auch die speziellen Bedingungen an der Fasnacht waren gemäss dem Test 2012 keine wirkliche Herausforderung. Es läuft sich problemlos auf Räppli-Segen, über Tramschienen und notfalls auch auf zerquetschten Orangen. Die Überreste der Orange können ohne weiteres und ohne Spurenbildung von den Schuhen abgespült werden.

Wer sich an der Fasnachtsstudie beteiligen will, kann sich via Internet anmelden. Die Teilnahme ist völlig kostenlos. Nach der Fasnacht können die Schuhe zurückgegeben oder zu einem vergünstigten Preis gekauft werden. Übrigens: Verschiedene Krankenkassen vergüten einen Teil des Kaufpreises.