Erschrecken Sie nicht, wenn Ihnen der erste Mann oder die erste Frau, die
Ihnen auf dem Weg zum Morgestraich begegnet, um den Hals fällt. Ein uralter
Brauch besagt, dass Sie ihn oder sie heiraten werden.
Regen Sie sich dann auch nicht über das Blitzlichtgewitter morgens um vier
Uhr auf. Es wird für einmal nicht durch fotografierende Touristen erzeugt,
sondern nun funkt es eben zwischen Kiebitzen und Fasnächtlern. Wundern Sie
sich danach nicht, dass es zum Zmorge weder Zibele-, Kääs waie noch
Mählsuppe, sondern Schoggifondue gibt.
Denken Sie nachmittags nicht, Sie hätten sich anstatt an den Cortège an die
Love-Parade verirrt obwohl es auf alle weiblichen Kiebitze Mimosen und
wahrscheinlich auch Rosen regnen wird und die Zeedel keine träfen Reime,
sondern die schönsten Liebesgedichte enthalten. Keine Bange übrigens, wenn
Sie Ihre Blaggedde daheim vergessen haben. Die Waggis lassen es Räppli nur
tröpfeln und säuseln Ihnen gar zärtliche Worte ins Ohr.
Geniessen Sie es, wenn abends anstatt ganze Cliquen nur «Zweiermasken»
gässle. Wer weiss, vielleicht geht Ihnen ein Herz auf, wenn sie Frau
Fasnacht Hand in Hand mit dem Heiligen Valentin diesen einmaligen
Fasnachtsmontag beschliessen sehen.
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