«Ja, sie wird von Männern zum Urinieren genutzt, sie wird regelmässig vollgesprayt und sie dient auch der Entsorgung von Abfällen.» Die Regierung beschönigt nichts in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage im Grossen Rat zur Daseinsberechtigung der Serra-Plastik.
Dennoch erklärt sie: Der Standort ist richtig. Die Plastik sei 1994 explizit für den Theaterplatz ausgewählt und der Stadt von 272 Bürgerinnen und Bürgern geschenkt worden. «Sie bietet ein öffentlich zugängliches Kunsterlebnis mitten in der Stadt und hat massgeblich zur Bekanntheit der Kunststadt Basel im Ausland beigetragen.»
Bleibt anzufügen, dass die Plastik auch lokal Kultstatus hat, zumindest in der Fasnachtsszene. Nein, die Fasnächtler urinieren dort nicht, dafür haben sie das «Waggis-Pissoir» am Stapfelberg. Die Plastik wurde zum Sujet von Cliquen und Bängg. Und wer weiss, um sie vor all dem Ungemach zu schützen, beschliessen die 272 Bürgerinnen und Bürger dereinst vielleicht, sie dem Fasnachtsmuseum zu vermachen – so dieses kommt . . .



