Soll ich oder soll ich nicht? Das war gestern «die» Frage in der
Fasnachtsabteilung eines Basler Warenhauses. Die Verkehrspolizistin zum
Beispiel kann sich nicht entschliessen, ob sie die blauen Waggis-Socken
nehmen soll. Sie legt sie zurück, dreht sich um, dreht sich wieder zurück
und nimmt sie doch – die passen ja auch noch zur Uniform, wird sie sich
gedacht haben.
Die Gotte hat sich für den Spiderman-Anzug entschieden. Auf dem Weg zur
Kasse stoppt sie beim Indianer-Kostüm. Sie dreht Spiderman unschlüssig in
den Händen herum, beaugapfelt den Indianer, schaut auf Spiderman, auf den
Indianer, macht rechtsumkehrt, legt den Spiderman zurück und verlässt mit
leeren Händen den Laden.
Die Grossmutter steht etwas ratlos vor dem Larven-Gestell. Frau mit dicken
roten Lippen oder Mann mit Schnauz? Sie schaut sich hilfesuchend um.
Grossvater eilt ihr zu Hilfe: Der Schnauz wird gekauft, natürlich.
Ein elegant gekleideter Herr bewegt sich möglichst unauffällig durch die
Abteilung. Er bleibt vor den in allen Farben dargebotenen Haarsprays stehen.
Ein bisschen Farbe würde ihm tatsächlich gut stehen. Als er sich beobachtet
fühlt, verschiebt er sich ganz schnell in die Papeterie-Abteilung und
vertieft sich ins Studium von Heften.
Ich selber werweisse, soll ich eines der verbilligten Fasnachtsbücher kaufen
oder nicht? Ich entscheide mich - für einen Krimi.



