Weihnachten fällt in diesem Jahr aus. Wenigstens jene an Fasnacht.
Dies bestätigt Hanspeter Müller, Inhaber der Stadthaus-Apotheke. Das
Polizei- und Militärdepartement hat nämlich beschlossen: Die
Weihnachtsbeleuchtung in der Schneider- und der Stadthausgasse muss nächste
Woche entfernt werden. Auch wenn die Beleuchtung «die Höhe der
Tramoberleitungen hat» und damit die Fasnachtslaternen nicht stört, wie
Müller erklärt.
Gerne hätten die Initianten, neben Müller auch Musikhändler Raymond Wyler
(nicht aber Berufsweihnachtsmann Johann Wanner!), die Sterne noch zwei
Wochen hängen gelassen. «Schliesslich ist die Fasnacht für die Basler ja wie
Weihnachten», flachst Müller. Doch die Ordnungshüter vom Spiegelhof
befürchteten, dass nicht alle diesen Scherz verstanden und die Lampen als
Zielscheiben für fliegende Orangen benutzt hätten.
Von dem Gerücht, dass einige Geschäftsinhaber ihre Schaufenster wieder
weihnachtlich dekorieren wollen, um ein eigenes «Fasnachtssujet» zu haben,
hat Müller nichts gehört. Dass die Beleuchtung immer noch hängt, wäre aber
Stoff genug für ein Sujet: Die Initianten hatten nach Weihnachten keine
Bewilligung erhalten, den für die Demontage nötigen Kranwagen auf der
Allmend aufzustellen, weil jener im Vorjahr viel zu lange herumgestanden
war. Nun soll die Demontage mit Hilfe der Polizei noch vor dem
Morgestraich über die Bühne gehen.



