«Wirrlete» in der Vorfasnachts-Szene

8. September 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

In einer als Interview gestalteten Medienmitteilung schreibt Walo Niedermann einleitend: «Die drei Basler Köpfe Daniel Buser und Roland Suter von touche ma bouche, sowie Walo Niedermann haben sich, nach dem erfolgreichen Zusammenspiel an der letzten Räppli-Serenaade entschlossen, mit der „Wirrlete“ ein neues Vorfasnachtsdings mit Schnitz, Pfiff, Tam und Tüt (aber ohne Tabu) im Tabourettli am Spalenberg zu produzieren. Die „Wirrlete“, welche vom 7. bis 25. Februar 2006 stattfindet, verpflichtet sich, dem Publikum die schrägen, urchigen und anarchistischen Seiten des alljährlichen Narrentreibens musikalisch, gesprochen und gesungen vorzuspielen.».

Dann beginnt das lustige Frage-und-Antwort-Spiel. Ob Basel wirklich noch eine neue Vorfasnachts-Veranstaltung braucht, beantwortet Buser mit: «Nein, Basel braucht es nicht, aber ich!». Suter meint: «Nein, aber es muss sein!». Niedermann ergänzt: «Wir wollten eigentlich eine Nach-fasnachtsveranstaltung, aber die Termine im Tabourettli waren leider schon alle voll und so kommt es, dass eine Nach-fasnachtsveranstaltung eine Vor-fasnachtsveranstaltung wird.». Auf die Frage, was anders als bei den andern Vorfasnachts-Veranstaltungen sei, lautet die klare Antwort: «Über Risiken und Nebenwirkungen erteilen wir keine Auskünfte. Auf alle Fälle: in die Vorstellung kommt das Publikum ohne Probleme nicht rein, geschweige denn raus!». Offen bleibt die Frage, wer mitmacht. «Das bleibt vorerst eine Wundergugge. Weitere Informationen erhalten Sie, sobald sämtliche Billets für alle Vorstellungen, inkl. Zusatzvorstellungen ausverkauft sind.».

Im selben humorvollen Stil werden abschliessend die drei Initianten wie folgt vorgestellt: «Die drei nicht ganz unbekannten Basler Köpfe Daniel Buser, Walo Niedermann und Roland Suter haben sich zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen, befinden sich doch alle drei an einem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben.
Daniel Buser hat verzweifelt versucht sich bei einer vorfasnächtlichen Veranstaltung für eine Hauptrolle zu empfehlen und steckt nach insgesamt 24 Absagen in einer tiefen Lebenskriese.
Walo Niedermann spürt seine biologische Uhr ticken. Im nächsten Jahr feiert er „ungefähr“ seinen 65. Geburtstag und keine fasnächtliche Institution scheint mehr an seinen kreativen Esprit zu glauben.
Roland Suter wiederum gilt, laut dem Gutachten seines Pflichtpsychiaters, als „schwer vermittelbar und nur für leichte Tätigkeiten einsetzbar!“.
Aus diesen Gründen haben sich die drei entschlossen die neue Vorfasnachtsveranstaltung „Wirrlete“ ins Leben zu rufen. Diese Veranstaltung ermöglicht den Teilnehmenden einen Teil ihres Lebensunterhalts zu bestreiten.».

Weitere Informationen:

Wirrlete

touche ma bouche