«Top Secret» begeistern auch Sydney

3. Februar 2005 | Von | Kategorie: Nachrichten

Nach anderthalb Stunden, als letzte Formation des Abends vor dem grossen Endspektakel mit 700 Musikerinnen und Musiker, Feuerwerk und Kanonenschüssen, folgte der Auftritt des Top Secret Drum Corps aus Basel. Die 23 Tambouren, Basstrommler und Colourguards präsentieren sich dem Publikum mit derselben Choreografie, die sie bereits erfolgreich am Military Tattoo in Edinburgh 2003 gezeigt hatten. Die Befürchtung, dass die Showeinlagen mit dem Zuwerfen der Trommelschlegel wegen des Schweisses nicht gelingen würde, war unbegründet. Die Temperatur betrug angenehme 22°C was nicht zu Schweissausbrüchen führte.

Die Showeinlagen gerieten hervorragend. Das Corps überzeugte während seiner fast 7-minütigen Show mit Professionalität und Können auf höchstem Niveau. Dies wurde mit spontanen Zwischenrufen und dosendem Applaus durch die Zuschauer bestätigt.

Das Edinburgh Military Tattoo – A Salute to Australia war aus Sicht von Erik Julliard, Leader des Top Secret Drum Corps, ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Top Secret Drum Corps.

Im Aussie Stadion von Sydney wurde für 1,2 Millionen Franken das Edinburgh Castle 1:1 nachgebaut, einige der weltbesten Formationen wurden eingeladen und bald waren alle fünf Vorstellungen mit jeweils 30000 Zuschauern restlos ausverkauft. Die Show dauert etwas länger als zwei Stunden, gespickt mit Highlights aus der professionellen Militärmusik und Drill Corps Szene. The Royal Scots Dragoon Guards, The Royal Air Force Band, His Majesty The Kings Guard, Norwegen, New Zealand Army Band und viele mehr. Im weiteren sind eine Formation mit 200 Tänzerinnen aus Schottland und Australien, die einen traditionellen Schottischen Tanz vorführten, sowie das Australische Drillcorps zu sehen.

Als einzige Amateur-Formation wurde das Top Secret Drum Corps verpflichtet. Mit der Einladung zum Military Tattoo in Sydney kam den Basler Spitzentambouren nach der erfolgreichen Teilnahme beim «Edinburgh Military Tattoo» im 2003 eine weitere grosse Ehre zu. Verstärkt mit sieben Amerikanern, einem Norweger und einem Zürcher flog das 23-köpfige «Top Secret Drum Corps» mit einer Tonne Gepäck, am vergangenen Samstag nach Sydney. Während den drei Tagen vor der Premiere am Donnerstag wurden täglich acht Stunden und mehr geübt und trainiert.

Wie alle anderen der 1400 Musiker, Tänzer und Militaristen welche aktiv am Tattoo teilnehmen, sind auch die Mannen von Top Secret in der Universität von Sydney einquartiert. Das grosse Gelände an der Universität ermöglicht den zahlreichen Gruppen, ihre Nummer zu üben, ohne die anderen zu stören. Viele der Musiker hatten Probleme sich dem Klima und vor allem der Hitze anzupassen. Auch das Top Secret Drum Corps muss mit der Hitze kämpfen. Temperaturen von über 30°C verlangen von jedem einzelnen das letzte. Viele bekamen einen Sonnenbrand, und die Tambouren hatten oft Mühe die vom Schweiss genetzten Trommelschlegel bei den Wurfeinlagen wieder aufzufangen.

Die Stimmung im Corps ist trotz oder gerade wegen der multikulturellen und internationalen Zusammensetzung sehr gut. Auch das Zusammenspiel zwischen den Profis aus den USA und Norwegen mit den Amateuren aus der Schweiz war nie ein wirkliches Problem. Am 9. Februar kehrt das Top Secret Drum Corps wieder in die Schweiz zurück.