«s Baschibuech»: Resultat eines Sommerabends

3. September 2010 | Von | Kategorie: Nachrichten

Die Alte Garde der Olympia und der Friedrich Reinhardt Verlag luden diese Woche ins Museum Kleines Klingental zu einer Buchpräsentation. «s Baschibuech» erzählt die Geschichte vom elfjährigen Baschi Wäckerli. Dieser begegnete am vergangenen Fasnachts-Dienstag am Nadelberg einem weissen Pierrot, der ganz alleine einen Marsch pfiff. Diese Figur und die Melodie faszinierten ihn. «Das will ich auch einmal können.» Und so tritt er einer Jungen Garde bei. In zwölf, über das ganze Cliquenjahr verteilten heiteren Episoden, erzählt der Autor Dieter Moor (in der Fasnachts- und Bänggler-Szene durch seine Prosa- und Reimtexte bestens bekannt), wie man in einer Clique zur Fasnacht kommt und von ihr «angefressen» wird.

Die Geschichte beginnt im November auf dem Nachhauseweg von einer Pfeiferstunde. Dann macht Baschi einen Besuch im Larvenkeller – und er darf als Steckenlaternenträger am Vogel Gryff dabei sein. Mit der Schule geht es auf Besuch zu einem Laternenmaler, es folgen die ersten Marschübungen, ein Kurzauftritt mit der Clique am Drummeli, der erste Morgestraich und der abschliessende Bummel. Aussergewöhnlich: Die Geschichte selbst, die von wunderschönen farbigen Illustrationen von Roland Gazzotti (Grafiker, Cartoonist und Laternenmaler) umrahmt wird, ist in Schriftdeutsch erzählt, die gesprochenen Worte sind in Dialektform.

«s Baschibuech» ist ein Geschenk von «e baar agfrässene Altgardisten» an die Junge Garde der Olympia, die letztes Jahr ihr 75-Jahr-Jubiläum feierte. Die Idee zu diesem Buch entstand an einem schönen Sommerabend, als sich einige alte Freunde, welche seit mehr als einem halben Jahrhundert zusammen Fasnacht machten, trafen. Sie haben auf die herrliche Zeit in der Jungen Garde und die lebenslangen Freundschaften, die daraus entstanden sind, zurückgeblickt. Und von diesem Reichtum wollten sie etwas weitergeben. So entstand die Geschichte, die einen prächtigen Einblick in das Basler Cliquenleben vermittelt – und beweist, dass dieses, das Cliquenleben, eben weit mehr als nur «die drei schönsten Tage» des Jahres darstellt.