Das Fasnachtsbändeli ist seit 15 Jahren ein vorfasnächtlicher Spass für Gross und Klein! Dieses Jahr beschäftigt es sich in «S’ isch ebbis im Busch» mit den Lausbuben Max und Moritz von Wilhelm Busch. Doch ihre Streiche spielen sie nicht Schneidermeister Böck oder Witwe Bolde, sondern einem Zeedeldichter oder der Larvenmacherin.
Zu Beginn stehen Silvia Alioski, Silvia Ferrari, Silvio Fumagalli, Roger Gugger, Sandra Heitz, Markus Jeppesen, Jürg Jösslin, Manuel Müller, Svea Stöckli und Willy Wernhard auf der Bühne und setzen sich rote und schwarze Perücken auf, Sie finden
Naimeduure find y s gstöört,dass me-n-albott liist und höört,wie sich d Jugend schlächt benimmt,waas, wenn mii frogsch, gaar nit stimmt.
Uff dr Waid doo stoht e Kueh,die het s Muul und d Auge zue.In dr Tanne schlooft en Ühle,wäär si wach, denn wäär s zum Hüüle.
Dass dieses Werk keinen Anklang findet versteht sich von selbst. Das nächste Opfer ist die Larvenmacherin Fränzi. Für Männi, welcher sich einmal eine schöne Larve wünscht hat sie einen wunderschönen Fährimann kreiert. Doch Max und Moritz tauschen sie heimlich gegen eine besonders hässliche aus, was Männi empört.. Dann gehen die beiden in die Pfeiferstunde. Ihr Instruktor Noldi Fässler ist passionierter Pfeifenraucher. Bei dem Rauch kann man natürlich nicht gut pfeifen. Als Fässler sich mit Moritz beschäftigt steckt Max ein paar Frauefürz in die Pfeife. Die Auswirkung lässt sich sehen und hören. Nun ist Kätterli Faadeschlaag, die Kostümschneiderin an der Reihe. Ehe die Roten Räppli zur Anprobe kommen nähen sie zum Ärger der Fasnächtler Schaggi, Moni, Helmut und Miroslav an allen Kostümen die Ärmel und das Halsloch zu. Und wer hat nicht gern Fasnachtskiechli? Die von Doorli schmecken besonders gut. So können es sich die beiden Schlingel nicht verkneifen alle anzubeissen, was Doorli gar nicht lustig findet. Sie jagt Max und Moritz durch den Saal und wieder auf die Bühne. Dort verstecken sie sich in einer grossen Mehlkiste. Ob das ihr letzte Streich war und sie zu Fasnachtskiechli gebacken werden? Doch in dem Moment ertönt der Vierischlag.
Wenn s Martinsglöggli Vieri schloht,und voor em Münschter s Liecht abgoht,denn gniesst me Faarbesymphonieund losst dr Alldaag, Aldaagsy.Au Max und Moritz mache mit,Straich spiile si ys dissmool nit.Si sinn mit Lyb und Seel drbyy.Soo schöön kaa uns’ri Fasnacht syy.
Im Saal wird es dunkel. Nur die Kopf- und Steckenlaternen der Wiehlmys leuchten. Ihr «Morgestraich» lässt alle im Saal von der Fasnacht träumen. Dann versammeln sich alle Mitwirkenden auf der Bühne und singen das «Fasnachtsbändeli-Lied»:
Mir mache mit, mir mache mit und s Scheenschti isch do dra
mir wärfe eych, mir wärfe eych e Fasnachtsbändeli aa!
E veieletts, e dunggelgriens,
sogar e rot-blaus isch drbyy,
au gäggeligääl und lilafarbig darf das Bändeli syy.
Fasnachtsbändeli, Fasnachtsbändeli, das isch richti toll.
Fasnachtsbändeli, Fasnachtsbändeli, e ganzi Gugge voll.
Das wäre eigentlich der Schluss gewesen. Als der Saal sich zu lehren beginnt steht plötzlich Silvio auf der Bühne. Nachdem er im Stück immer wieder versucht hatte zu trommeln und immer wieder hören musste «jetzt nid» begeisterte er doch noch mit einer wunderschönen «Tagwacht».
Zwischen den Streichen sorgt die Fasnachtsgesellschaft «Wiehlmys Jungi Garde und Buschinäscht» mit Glopfgaischt und Ryslaifer für fasnächtliche Stimmung, die «Guggemusig Ventilatore» schränzt herrlich und ein Ensemble der Schlagzeug- und Marimba-Schule Edith Habraken (SMEH) zeigt sein grosses Können. New-Orleams-Stimmung zaubert ein Septett mit «Ice Cream» in den Saal. Der Schnitzelbangg «Giigelisubbe» holt sich fünf Kinder als Helgenträger auf die Bühne. Und für sechs Kinder, welche Geburtstag habe singen alle «Happy birthday». Danach gibt es für sie noch ein Geschenk.
(Siehe auch unsere Bildergalerie)
Fasnachtsbändeli 2011 «S isch eppis im Busch», eine Fasnachtsgeschichte für die ganze Familie. Im Theater Arlecchino, Amerbachstrasse 14. Première: Samstag, 29. Januar, 14.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: So 30. Januar, Sa 5., So 6., Sa 12., So, 13., Sa 19., So 20., Sa 26., So 27. Februar, jeweils 14.30 Uhr (Türöffnung 14 Uhr). Vorstellungen Familienpass: So 6. und 13. Februar um 11 Uhr (Türöffnung 10.30 Uhr). Matinee IWB: So, 30. Januar um 11 Uhr (Türöffnung 10.30 Uhr). Abendvorstellungen für Erwachsene: Fr 18., Sa 19., Fr 25., Sa 26. Februar, jeweils 20 Uhr (Türöffnung 19 Uhr). Im Abendprogramm treten zusätzlich auf: The Marble Bags, Amerbach Pfyffer, Schnitzelbängg Die Grobschlächtige, dr Uffgwegt und Dypflischysser. Eintrittspreise: Kinder 15 Franken, Erwachsene 20 Franken, Abendvorstellung 30 Franken.



