«dr Ufftaggt ’10»: Für einmal die promifreie Light-Variante

19. Januar 2010 | Von | Kategorie: Nachrichten

Es ist eine liebgewordene Tradition, dass am Sonntag vor dem Morgestraich der «Ufftaggt» im Foyer des Theater Basel die lange Reihe der Basler Vorfasnachts-Veranstaltungen beendet. So nennt er sich im Untertitel zu Recht auch «die ultimativ und exclusiv allerletschtti Vorfasnachtsveraaschtaltig».

«Nachdem ‹dr Ufftaggt› in den vergangenen Jahren auf Schweizer Radiostationen Furore gemacht hatte und nach der pompösen, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten TV-Live-Dokumentation zur ‹Geschichte der Baseler Fastnacht von 785 bis 2055› im 2009 kehrt ‹dr Ufftaggt ’10› zurück zu seinen Wurzeln und präsentiert, worin er einmalig ist: zukunftsweisende Fasnachtsmusik vom Feinsten», heisst es in der heutigen Medienmitteilung. Darin wird die eingefleischt-einheimische «Ufftaggt»-Fangemeinde eingeladen, sich am Sonntag, dem 21. Februar, um 11 Uhr im Foyer des Theater Basel zum grossen Fest der Töne zum – was hoffentlich nicht stimmt – zweitletzten «Ufftaggt» unserer Zeitrechnung zu treffen.

Das bereits zur Kultveranstaltung gewordene vorfasnächtliche Sonntagmorgen-Konzert macht dieses Jahr seinen Auftakt nicht mit den schönsten Fasnachtsmärschen, sondern mit Tönen der Zukunft. Es überspringt wagemutig fasnächtliche Erfahrungen und liebgewonnene Klänge der Jetztzeit und bringt die Töne der Fasnacht von Morgen und Übermorgen. «Volksmusik ‹at it’s best›, 100 Prozent Promi-frei und garantiert ohne jeglichen Einfluss der SVP, aber wie immer unter der künstlerischen und musikalischen Leitung von Bernhard ‹Beery› Batschelet», verkünden die Veranstalter.

Der «Ufftaggt» verfolgt das Ziel, nicht nur die Tradition unserer Basler Fasnacht zu pflegen, sondern diese auch zu erweitern. Dazu macht er den Spagat zwischen Klassik, zeitgenössischer Musik, Jazz und der Basler Volksmusik und ist so Laboratorium für Neues, Ungewöhnliches und Verrücktes in tiefer Verbundenheit zur gelebten Tradition. «dr Ufftaggt» bringt die Töne der Fasnacht von übermorgen und die Satire von heute. Obwohl er eine militant grossbaslerische Erscheinung ist, macht er dieses Jahr ausnahmsweise sogar einen musikalischen Abstecher ins «bluesige», bärige Kleinbasel.

Von wegen «Promi-frei»! Das bekannte «Basler Piccolo Ensemble» (die «Crème de la Crème» der Piccoloszene und Hausformation des «Ufftaggt») vereinigt seine virtuose musikalische Kompetenz wiederum mit der Kunst des Jahrhundert-Trommlers Ivan Kym und seinen «Chriesibuebe». Zu ihnen gesellen sich das Trio «Klapka-Huber-Pfefferli» und «Bämmi & Co.». Sie spielen Werke und Uraufführungen von David Wohnlich, Thomas Moeckel, Lukas «Cheese» Burckhardt, Ivan Kym und Beery Batschelet – die Texte kommen unter anderem von keinem Geringeren als Jim Morrison.